Exzellente Kritiken erntete die Buchveröffentlichung von HPV-Anras Mitglied Andreas Rauchegger: Der Homo aquamportans. Wasserträger-Wasserverkäufer-Wasserschenker. Ein Beitrag zur historischen Trink- und Nutzwasserversorgung im europäischen Kulturraum.

Tirol im Buch – Andreas Rauchegger – Der Homo aquamportans

Die interdisziplinäre Studie mit ihrer Text-Bild-Dokumentation wurde von der Fachpresse neben seinem hohen wissenschaftlichen Wert auch für den volkskundlich interessierten Nichtwissenschaftler als besonders empfehlenswert und lesenswert bewertet.

WasserWasserträger . Wasserverkäufer . Wasserschenker. Die Studie Der Homo aquamportans widmet sich in interdisziplinärer und multiperspektivischer Herangehensweise den bislang kaum untersuchten Formen und Akteuren der Wasserversorgung. Bisher beschäftigten sich Untersuchungen hauptsächlich mit den wirtschaftlichen Faktoren der Wasserversorgung oder mit Fragen der technischen Erschließung und Bereitstellung von Wasser. Die vorliegende Studie zeigt hingegen die Bedeutung der Wasserakteure in sozialer und kultureller Hinsicht. Nicht nur in ländlichen Regionen, sondern auch in den Städten spielten sie eine eminent wichtige Rolle für die Bevölkerung und tun das, auch im europäischen Kulturraum, nach wie vor. Anhand von außergewöhnlichem Bildmaterial kann Andreas Rauchegger die Veränderung und die Kontinuität der Kultur des Wassertragens in seiner Vielfalt veranschaulichen. Der Umstand, dass Wasser als Ursprung und Voraussetzung allen Lebens die Grundlage sämtlicher Kultur ist, lässt die Tätigkeit des Wassertragens als Vorbereitung von Kultur und als Bereitstellung einer Lebensgrundlage erscheinen. Wassertragen ist eine ursprüngliche Kulturtätigkeit, eine grundlegende Kultur-Tat Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der europäische Kulturraum. Im Besonderen wird die alpine Kulturlandschaft betrachtet, genauer die historische Region Tirol, denn der Trageakt zur Trink- und Nutzwasserversorgung war hier bis etwa 1950 geradezu überlebensnotwendig. Als zu verrichtender Dienst war er Teil der häuslichen Arbeit und wurde vorwiegend von Frauen (Mägden) und Kindern erledigt. Gerade dieser Aspekt Wasserversorgung als Bürde von Frauen und Mädchen ist von großer Brisanz, verweist er doch auf aktuelle Diskussionen in einem globalen Kontext. Personen, die Trink- und Nutzwasser schleppen und herankarren müssen, bilden eine Schnittstelle zwischen Wasserversorgung und Wasserverschwendung und folglich Wasserrecht(en), Wasserbesitz, Wasserverkauf, Hygienemaßnahmen und Entwicklungsprojekten.

Der Heimatpflegeverein Anras gratuliert seinem Mitglied Dr. Andreas Rauchegger herzlich zu den ausgezeichneten Rezensionen seiner Veröffentlichung und freut sich auf sein weiteres intensives Engagement und die in näherer Zukunft in Zusammenarbeit mit dem Heimatpflegeverein Anras geplanten Veröffentlichungen.

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