Schloss Anras – was wird aus dem Pfleghaus ?

Schloss oder Pfleghaus?

schloss anras
Schloss Anras oder doch Pfleghaus?
Dazu ein Kommentar eines Lesers des Online-Magazins Dolomitenstadt.at:

So wichtig die Erhaltung und Nutzung solcher Gebäude wäre, die Bezeichnung “Schloss Anras” ist irreführend und eigentlich eine Frechheit unseren Gästen gegenüber! Von der B 100 mit auffallenden Straßenschildern zum “Schloss” geleitet, haben mir schon viele Touristen ihren Frust und Ärger über das nicht zu findende Schloss ausgedrückt. Wenn das Pfleghaus dann noch geschlossen war und gerade keine Ausstellung stattfand, stieg der berechtigte Ärger. Nun ist das Pfleghaus geschlossen, der Hinweis auf das “Schloss” aber teilweise unverändert, einmal mit einem kleinen Schild “2014 geschlossen” notdürftig ergänzt. “Macht nichts, schauen wir halt das Schloss so an”, werden einige denken und sich wieder sehr ärgern! Tourismuswerbung pur! Lesen Sie  mehr zum Schloss Anras…

(dp)

Osttirol von außen

Sichtweisen und Anregungen von Osttirolern im “Ausland”

Künstler Michael Hedwig aus “Vordenken für Osttirol” Bd.3

… erlauben Sie mir eine kurze Idee zu entwickeln: „Kunst-Kolonie-Osttirol“.

Das heißt, einen Ort sich vorzustellen, der von KünstlerInnen als Erweiterung ihres Tätigkeitsfeldes temporär eingenommen werden kann. Dieser Ort befindet sich in Osttirol, wobei das Gemeindegebiet noch unbekannt bleibt. Der Ort liegt vielleicht an einem Fluss, dem seine Würde belassen wurde. Oder an einem Hügel mit guter Aussicht.

Dabei geht es um eine bewusste Rück-Einbindung spartenunabhängig künstlerisch tätiger Menschen, die aus der Region stammen oder die durch einen Lebensabschnitt mit der Region Osttirol verbunden sind.

Ein Ort, der Wohn-, Arbeits- und Präsentationsmöglichkeiten bietet. KünstlerInnen werden eingeladen ihre Kunstausübung für einen gewissen Zeitraum in die Kunst-Kolonie zu verlegen. Dabei soll eine gewisse für kreative Abläufe notwendige Rückzugsmöglichkeit gewährleistet sein.

Es soll aber auch eine Begegnung mit dem Menschen, mit seinen Ideen und mit seinem Werk ermöglicht werden. Der Ort sollte ebenfalls einer Gruppe von KünstlerInnen zur Verfügung stehen können zum Austausch anlässlich von Symposien zu zeitbezogenen Themen. Ein Ort, der über eine Bibliothek verfügt und Räume, in welchen (Vor)Lesungen, Ausstellungen, Filmvorführungen und Konzerte stattfinden. Ein Ort, an dem lebendig Architektur entstehen kann.

Einen Teil der geschaffenen Werke sollen Bausteine bilden zum langfristigen Aufbau eines lebendigen Museums. Der Wirtschaftsaspekt, wiewohl Verknüpfungen zu Tourismus und Galerien vor Ort, gegeben scheinen, bleibt in diesem Stadium der Ideenfindung unberücksichtigt.

 

Michael Hedwig, 1957 geboren in Lienz, lebt seit 1974 in Wien
1974-80 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien, bei Anton Lehmden, ab 1986 Lehrauftrag, derzeit Assistenzprofessor an der Akademie der bildenden Künste Wien, Institut für bildende Kunst, Leiter der Radierwerkstatt, zahlreiche nationale und internationale Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, 1986 Österreichischer Graphikpreis, Beteiligungen Sypmposien und an internationalen Kunstmessen, Zahlreiche Druckgraphik-Editionen, Projekte im öffentlichen und kirchlichen Raum
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4 Gedanken zu „Diskussion Schloss Anras

  • 22. April 2016 um 20:29
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    Erstmals wieder Leben im >>Pfleghaus< <

    Quelle: http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/osttirol/landleute/4972610/Anras_Erstmals-wieder-Leben-im-Pfleghaus

    Text von MICHAEL EGGER

    Für den feierlichen Empfang des Giro del Trentino war das historische Gebäude geöffnet. Es gibt Spekulationen für die zukünftige Verwendung des Pfleghauses.

    Die Gräben in Anras sind tief – Grund ist das Zerwürfnis zwischen Gemeinde, Land und der Messerschmitt-Stiftung, welcher das Pfleghaus mitten im Ortskern gehört. Doch nun, so scheint es, nähert man sich wieder an. Zum ersten Mal seit dem Streit fand in den historischen Gemäuern wieder eine Veranstaltung statt: Der feierliche Empfang des Radrennens Giro del Trentino samt Auftanz der Anraser Volkstanzgruppe. Gekommen ist auch Hans Heinrich Srbik, Stiftungsvorsitzender der Messerschmitt-Stiftung. Eingefädelt hat den Deal Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbandes Osttirol. Doch wie geht es mit dem Haus künftig weiter?

    Srbik hat sich im Rahmen seines Osttirolbesuches mit Bürgermeister Johann Waldauf und dem Gemeindevorstand getroffen. Über Pläne will vorerst niemand sprechen – am Rande der Sportveranstaltung war aber zu hören, dass das Land Tirol eine Übersiedelung des Tirol Archiv Photographie (TAP) nach Anras anstrebe. TAP-Leiter Martin Kofler war beim Giro-Empfang ebenfalls anwesend. Von der Idee, das Gebäude mit alten Fotos zu füllen, dürften allerdings die wenigsten Beteiligten wirklich begeistert sein. Srbik selbst sagte nur so viel: „Das Haus sollte mit Leben gefüllt werden.“

    Dominiert hat den Abend aber trotzdem das Thema Sport. Dabei wurden große Pläne für das kommende Jahr wurden präsentiert. Bereits 2017 soll es einen Giro dell’Euregio geben – ein Radrundfahrt durch Trentino sowie Ost-, Süd- und Nordtirol. Die Pläne dafür sind zwar fast zehn Jahre alt, jetzt will man sich aber endgültig mit einer Umsetzung befassen. Hausherr Srbik ist begeistert: „Gerade in Tagen, in den Grenzen zugehen, ist es schön, wenn sie der Sport wieder öffnet.“ Die Musik des Abends hat die Blech-Formation Anras Brass geliefert.

    Antworten
  • 8. Juli 2015 um 11:54
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    Im Schloss Anras könnte man in Verbindung mit Schloss Bruck und Aguntum beispielsweise eine akademische Fachkraft für den Bezirk installieren, die die Schnittstelle zwischen Bevölkerung und den Experten von Museen, Denkmalamt und den Universitäten darstellt, um das Potenzial von Osttirol für Wissenschaft, Kultur und Tourismus in Zukunft noch effizienter nutzen und gestalten zu können. Den Bezirk, aber vor allem die Gemeinde Anras könnte man mit Vorträgen, wissenschaftlichen Arbeiten, Printmedien sowie Dokumentationen in Film und Fernsehen in die weite Welt tragen. Jährliche hochkarätige Veranstaltungen (die Anraser Herz-Jesu- oder Sonnwendgespräche) mit ausgewählten Experten unter Einbindung von Videokonferenzen zu wirklich zukunftsträchtigen Themen (ich denke etwa an die spektakulären Errungenschaften der Wissenschaft, die Bereiche der alternativen Energieformen oder im Besonderen an das Thema Nachhaltigkeit), welche ansatzweise auf dieser Plattform bereits vorbildlich angekündigt werden, könnten zur Belebung und zur Bekanntheit der Gemeinde erheblich beitragen.

    Antworten
  • 23. Mai 2015 um 23:21
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    Schade! Die Ausstellungen waren immer so schön. Ich und viele meiner Kunstinteressierten Freunde wünschen sich eine Neueröffnung vom Schloss Anras.

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